Uranus

Am 13. März 1781 entdeckte Friedrich Wilhelm Herrschel mit einem selbstgebauten Teleskop einen vermeintlichen Kometen im Sternbild Zwillinge. Die Nachbeobachtung verschiedener renomierter Astronomen ergab jedoch, dass es sich bei dem Objekt nicht um einen Kometen, sondern einen neuen Planeten handeln musste. Herrschel selbst benannte ihn nach seinem Förderer König Georg III von England "Georgs Stern". Im Laufe der Zeit setzte sich jedoch der Name Uranus durch, der zuerst von dem deutschen Astronomen Johann Elert Bode ins Spiel gebracht wurde.

Herrschel ging somit als erster Entdecker eines Planeten in der Neuzeit in die Geschichte ein. Bis dato waren nur die klassischen und freiäugig beobachtbaren Planeten Merkur, Venus, Mars, Jupiter und Saturn bekannt gewesen.

Uranus Atmosphäre besteht zu 82 % aus Wasserstoff,,15% Helium und 3% Methan. Seine Entferung zur Sonne beträgt ca. 2,8 Mrd. Kilometer, sein Durchmesser ca. 50.000 Kilometer. Außergewöhnlich ist die mit ca. 98° extreme Neigung seiner Polachse, er "rollt" quasi auf seiner Umlaufbahn. Seine bläulich-grüne Farbe erhält Uranus vor allem durch die Absorbtion des roten Lichtanteils durch das Gas Methan. Die übrigen spektralen Anteile des reflektierten Sonnenlichts passieren dagegen ungehindert die Atmosphäre und erzeugen so die charakterisische Färbung. Uranus besitzt einen dünnen, visuell nicht sichtbaren Ring und wird von 5 Hauptmonden ( Miranda, Ariel, Umbriel, Titania und Oberon) umkreist.

Aufgrund der großen Entfernung kann Uranus unter sehr günstigen Bedingungen gerade noch als sehr schwaches "Sternchen" mit bloßem Auge wahrgenommen werden. Im Teleskop erscheint er als leicht grünliche Scheibchen, das sich nur wenig gegen die umgebenden Hintergrundsterne abhebt.

 

Uranus am 8.9. 2009. Aufnahme: Ralf Gerstheimer

Uranus und 4 seiner Monde am 25.8.2007 im Amateurteleskop: Von oben Oberon, Ariel, Umbriel und Titania. Aufnahme: Ralf Gerstheimer